fbpx

Der hört mir einfach nicht zu! Weibliche Kommunikationsmuster im Joballtag

 In Business, Frauen, Gehirn, Innere Haltung, Körperhaltung, Reden, Richtig Reden, Selbstbewusstsein, Sprache, Wortwahl
Frauen kommunizieren erwiesenermaßen anders als Männer – oft ein Grund für Missverständnisse, sowohl im Job als auch im Privatleben.

Besonders unangenehme Folgen hat das, wenn die Frau in einer Führungsrolle agiert. Oftmals werden „nett verpackte“ Anweisungen von männlichen Mitarbeitern gar nicht als solche wahrgenommen und dann auch nicht befolgt. Ergebnis: Die Chefin ist sauer, weil Aufgaben nicht erledigt werden, der Mitarbeiter irritiert, weil er seiner Meinung nach keine klare Anweisung erhalten hat. Das liegt meist daran, dass inaktiv oder im Konjunktiv formulierte Appelle grundsätzlich nicht als „Befehl“, sondern als Vorschlag gewertet werden.
Schlechte Voraussetzungen für eine ungetrübte Kommunikation zwischen Männern und Frauen, denn: Frauen versuchen grundsätzlich, Harmonie auf der Beziehungsebene herzustellen. Sie möchten auf Augenhöhe kommunizieren und nicht ihre Macht demonstrieren. Das resultiert in indirekter Sprache, Konfliktscheue und „um den heißen Brei herumreden“.
Im Gespräch mit Kolleginnen ist das kein Problem. Sind sich beide Gesprächspartnerinnen ihrer Rolle bewusst, empfangen die weiblichen Mitarbeiter die indirekten Aufforderungen mit dem typisch weiblichen „Appell-Ohr“ und reagieren entsprechend.
Bei männlichen Kollegen funktioniert das meist nicht reibungslos.

Männer sind es gewöhnt, aktiv zu formulieren. Sie agieren auf der Sachebene, Frauen eher auf der Beziehungsebene.

Was kann ich als Chefin tun, um mit meinen Mitarbeitern besser zu kommunizieren?

Tipps für klarere Kommunikation im Arbeitsalltag:

  • Auf abschwächende Fomulierungen verzichten, z.B. „eigentlich“, „nur“, „eventuell“, „ich meine ja nur“. Deutlich „ja oder „nein“ sagen!
  • Auf eine machtvolle Körpersprache achten: Direkter Blickkontakt, aufrechte Haltung, sichere Stimme, raumgreifende Gestik statt leiser Stimme und entschuldigendem Lächeln
  • Kritik und Anweisungen unmissverständlich äußern mit den 3 W´s:

Wahrnehmung: Fakten sachlich, rein informativ und wertfrei formulieren

Wirkung: Warum soll der Mitarbeiter das tun? Wiederum sachlich erläutern.

Wunsch: Konkret werden: Wann soll was erledigt sein?

  • Sachbezogen bleiben: Kritische Gespräche mit der Frage beginnen: „Was ist hier geschehen?“ – erst später das „Warum?“ erfragen!
    Auch Frotzeleien oder Provokationen von „Platzhirschen“ sachbezogen kontern: Keine Beziehungsbotschaften hineininterpretieren!

Höflichkeit ist hierbei oberstes Gebot – aber es gibt keinen Grund zur Rechtfertigung oder Rumdruckserei.
Chefinnen sollten ihrer Rolle als Führungskraft entsprechend handeln – nicht in erster Linie als „die Frau“. Denn viele Verhaltensmuster in den Geschlechterrollen sind nicht naturgegeben, sondern Vorurteile, die wir selbst akzeptieren – handeln wir doch mal zur Abwechslung einfach wie die Führungskraft unserer Träume – klar, effizient, freundlich, aber bestimmt. Erwarten wir dasselbe nicht auch von männlichen Chefs…?

 

Was sind Eure Erfahrungen bei der Kommunikation mit dem anderen Geschlecht? Tipps für Männer gewünscht? Wir freuen uns über Kommentare!

 

Recent Posts
Comments
pingbacks / trackbacks

Leave a Comment

Start typing and press Enter to search