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Atmung, Stimmung und ihre Wechselwirkung

 In Allgemein, Atemtechnik, Atmung, Entspannung, Gehirn, Innere Haltung, Sonstiges

Atmung, Stimmung und ihre Wechselwirkung

Wie die Atmung nicht nur Deine Stimme, sondern auch Deine Stimmung beeinflusst.

Ein- und Ausatmen… das tun wir täglich, die ganze Zeit, ganz von alleine.
Die Atmung hält uns am Leben, denn so kommt es zu einem Sauerstoffaustausch im Blut. Wenn wir sprechen oder singen, versetzt der Atemstrom unsere Stimmbänder in Schwingung und wir können Klänge und Stimme erzeugen.

Die Atmung ist also ein wichtiger Bestandteil unserer Stimmgebung sowie unseres Lebens.

Was in der Meditation und im Yoga schon lange bekannt ist – die Atmung ist eine unfassbare Ressource, die jeder Mensch von uns besitzt, auch Du!
Die Atmung, die ganz automatisch agiert, kann von Dir beeinflusst und genutzt werden. Gleichzeitig spiegelt die Atmung, wie auch die Stimme, unsere aktuelle Stimmung wider. Sind wir ruhig und zufrieden, atmen wir regelmäßig, tief und sanft.
Stehen wir aber in irgendeiner Form unter Stress in positiver oder negativer Form (Lampenfieber vor dem nächsten Auftritt oder der nächsten Präsentation, Ärger, Zeitdruck, Angst, Freude, Vorfreude, Motivation, Kreativität, anstehende Feierlichkeiten…) wird die Atmung schneller, kürzer und ist eher flach.

Deine Atmung ist also ein bereits integriertes Warnsystem des Körpers und Du kannst Spannungen schnell erkennen, wenn Du dieses Wissen nutzt.

Wusstest Du, dass die Konzentration auf den Atem der Einstieg in sehr viele Meditationsformen ist und Dir helfen kann Stress zu reduzieren?!
Sicherlich hast Du davon schon gehört, vielleicht praktizierst Du auch bereits Atemübungen? Vielleicht bist Du auch neugierig, hast aber noch nie die richtige Zeit gefunden?

Eigentlich brauchst Du nur Dich und einen kleinen Moment Ruhe, das kannst Du super in Deinen Alltag einbauen. Denn Du benötigst keine Hilfsmittel.
Vor dem Schlafengehen (besonders geeignet, wenn Dir das Einschlafen schwerfällt) oder wenn du auf etwas wartest sind zum Beispiel günstige Momente.

Arbeiten wir sehr konzentriert für eine längere Zeit, ist es wichtig zwischendurch durchzuatmen. Wie wäre es da mit einer kleinen Atemübung oder vielleicht sogar eine Atemmeditation als Pause im Homeoffice?!

Bereits ein paar Minuten Konzentration auf Deine Atmung können Dir helfen wieder Energie zu tanken.
Außerdem kannst Du lernen nachzuspüren, ob Du eine längere Pause gebrauchen könntest, oder ob die kleine Einheit schon ausreichend war.

Du wirst also auch im Alltag achtsamer mit Dir!

Es gibt mehrere nachgewiesene positive Effekte, die eine bewusste langsame Atmung hat:

  •   Dein Blutdruck wird gesenkt
  •   Stress wird reduziert
  •   Dein Herzschlag verlangsamt sich
  •   Dein Stoffwechsel wird angeregt
  •   Schmerzen werden gelindert
  •   Du bist ganz im Moment- praktizierst also Achtsamkeit

Doch wie starten und sich Zeit nehmen!?

Beginne als Allererstes mit ganz kleinen Einheiten:

Tief durchatmen bitte!

Nutze kleine Momente in Deinem Alltag.
Du kannst z.B. nach dem Händewaschen einfach etwas länger im Bad bleiben. Hier ein paar Mal tief ein und wieder ausatmen!
Du wirst sehen, dass Du Dich danach ganz anders „fühlst“.
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Büroatmung

Setze Dich mit etwas Platz zu Deinen Seiten aufrecht und bequem auf einen Stuhl.
Beim Einatmen führst Du Deine Hände seitlich nach oben (lasse Dir ca. 5-10 Sekunden Zeit für die Einatmung).
Atme anschließend sanft und langsam aus und führe deine Arme entsprechend wieder nach unten. Du kannst die Hände dann auf Deinem Bauch ablegen, während Du auf den nächsten Atemzug wartest.
Führe dies ein paar Mal bewusst und langsam durch.
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4 zu 6

Setzte dich für diese Übung auch entspannt hin. Wenn Du möchtest kannst Du dich bei dieser Übung auch hinlegen.
Nehme zu Beginn Deine Atmung wahr, wo spürst Du deine Atmung, ist sie langsam oder schnell, flach oder tief?

Beobachte erst einmal Deine Atmung, noch veränderst Du nichts.

Wenn Deine Aufmerksamkeit bei Deiner Atmung liegt, beginne langsam an deinen Atemrhythmus wie folgt zu verändern:
Atme 4 Sekunden ein und anschließend 6 Sekunden aus und spüre wie sich Deine Atemwege dehnen.
Falls Du Anstrengung verspürst, beachte, dass der Hauptschwerpunkt darauf liegt, dass die Ausatmung länger ist, als die Einatmung!
Du kannst also entsprechend auch einen eigenen Rhythmus finden und zum Beispiel 3 Sekunden einatmen und 5 Sekunden ausatmen. Hierbei geht es nicht um genaue Zahlen, 4 zu 6 stellt für Dich eine Orientierung dar.
Übe dies nun für ca. 5 Atemzüge.
Auch hier kannst Du in der Anzahl variieren und je öfter Du diese Übung durchführst, desto leichter wird Sie dir fallen.
Wenn Du Dich nicht gut fühlst, verändere wie oben beschrieben den Atemrhythmus.

Reicht dies nicht aus, dann suche Dir eine andere der Atemübungen aus. Schließlich sollst Du Dich dabei wohl fühlen.
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Wechselatmung

Nimm eine Hand und verschließe zunächst das linke Nasenloch mit Daumen oder Zeigefinger.
Nun atme durch das rechte Nasenloch ein. Nach diesem Atemzug verschließe das rechte Nasenloch und atme durch das linke Nasenloch aus.
Dann atme wieder durch das linke Nasenloch ein und danach wieder nur über das rechte Nasenloch aus.
So geht es nun um Wechsel immer weiter, so lange Du es möchtest.
Höre darauf, was Du brauchst!
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Welche Übung für Dich am besten geeignet ist, kannst nur Du selbst herausfinden, höre hierbei auf Dein Gefühl und Deinen Körper!

Schaffst Du es Dir etwas mehr Raum und Zeit zu geben?! (5-10 Minuten reichen schon) Wenn Du Dir nur ein wenig mehr Zeit gibst, kannst Du auch mal eine Atemmeditation ausprobieren, sei aber auch hier achtsam mit Dir!
Auch eine Meditation will geübt sein, wenn es also nicht direkt funktioniert, gib Dir Zeit und übe.

Es wird immer leichter.

Atemmeditation

Wenn Du eine Atemmeditation durchführen möchtest, kannst Du Dich hier anleiten lassen.

Du hast noch nie meditiert?
Dann höre hier zu Beginn unsere Einleitung zur Meditation an.

Durch die Atmung ist es uns auch möglich, negative Gedanken loszulassen und positiven Gedanken mehr Raum zu geben.
Auf die Ausatmung können wir nicht nur Kohlendioxid loswerden, sondern auch negative Gedanken & Gefühle „ausströmen lassen“. Ebenso bringt uns die Einatmung nicht nur Sauerstoff, sondern wir können positiven Gedanken und neue Eindrücke „einströmen lassen“.

Auch hier kannst Du Dich von uns anleiten lassen.

Wenn Dir also mal die Luft wegbleibt, denke daran durchzuatmen!

Wie Du atmest, so lebst Du – Andreas Tenzer

 

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