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I like to… move it! Authentische und zielführende Gestik

 In Business, Gestik, Körperarbeit, Körperhaltung, Körpersprache, Präsentation, Präsentieren, Rhetorik, Richtig Reden, Vortrag, Vortragen

 

Wie Gestik Deine Stimme beeinflusst – und Deine Gesprächspartner

Körpersprache, Haltung, Handbewegungen und Gesichtsausdruck – das alles spiegelt genau wie Deine Stimme Deinen inneren Zustand wider. Ob Du willst oder nicht!

Denn selbst – vor allem – wenn Du versuchst, Deine Gestik zu kontrollieren oder sogar ganz zu unterbinden, sendest Du Signale. Signale der Unsicherheit, der Verkrampftheit und fehlenden Selbstwertgefühls.

Versuche in der Sprechsituation selbst (also in einem wichtigen Kundengespräch, bei einer Präsentation) nicht mehr, Deine Gestik zu verändern. Die Arbeit an guter Körpersprache muss vorher geschehen, wenn Du auch Kapazitäten hast, Dich selbst zu beobachten und sofort zu verbessern. Wenn Du Dich in einer Präsentationssituation und unter Stress befindest, ist für Dich nur noch das abrufbar, was Du durch vorheriges Üben schon verinnerlicht hast. Außerdem verdient Dein Gesprächspartner Deine volle Aufmerksamkeit!

Übe also in entspannten Alltagssituationen (am Telefon, bei privaten Gesprächen, in Routinesituationen wie Teambesprechungen), Gestik und Körpersprache gezielt einzusetzen. Die Bewegungen, die Dir liegen und Dir nach ein paar Mal probieren leichtfallen, wirst Du schon bald auch in stressigeren Situationen an Dir beobachten können.

Und: Körpersprache und Gestik wirken sich immer auch auf die Stimme mit aus – es passsiert schließlich alles im selben Körper!

Hier sind sechs Grundsätze, die Du einfach mal ausprobieren kannst – vielleicht fällt Dir schon bald eine Wirkung auf. Bei anderen, aber auch bei Dir selbst!

1. Kopf aus, Körper an

Halte die Hände in einer neutralen, offenen Position, bereit zur Bewegung (wie den Rest des Körpers!) Lasse Deine Hände mit Deiner Gefühlsbewegung „mitgehen“ – die Größe der Bewegung passt sich automatisch der Intensität der kommunizierten Emotionen an!

2. Echt oder Fake?

Wort und Geste müssen übereinstimmen (Z.B. „Willkommen!“ mit sich ausbreitenden Armen), dann wirkst Du vertrauenswürdig und integer. Sind Gesten und Inhalt des Gesprochenen nicht kongruent, wirkst Du „nicht stimmig“ und Dein Gegenüber fragt sich argwöhnisch, welcher Information er jetzt trauen soll…

3. Bauchfrei?!

Lasse den Bauch entspannt und verdecke möglichst mit Deinen Armen nicht den Solarplexus. Der Solarplexus ist eine Stelle, die wir gerne schützen möchten. Legen wir sie für unser Gegenüber quasi bloß, signalisiert das: „Ich vertraue Dir. Du kannst mir auch vertrauen.“ Diese Offenheit bringt beide Gesprächspartner auf Augenhöhe und legt den Grundstein für ein vertrauensvolles, ehrliches Gespräch.

4. Show me your hands!

Handbewegungen zum anderen hin beziehen ihn ein – Du gehst in einen Dialog. Am besten mit nur einer, der „dialogführenden“ Hand, damit sich der andere nicht überfordert fühlt.

Handbewegungen, die wiederholt zu Dir selbst führen, signalisieren dem anderen, dass Du sehr mit Dir selbst beschäftigt bist und Dir selbst erst nochmal erklären musst, was Du eigentlich meinst. Nicht besonders souverän, oder…?

Und noch was: Je engagierter Du bist, desto weiter nach oben wandern Deine Handbewegungen, und meistens geht die Stimme mit. Pass auf, dass Dir die Bodenhaftung nicht verlorengeht und kehre mit den Händen in eine Ruhestellung und mit der Stimme in den „stimmlichen Heimathafen“ zurück.

5. Freiheit für die Ellenbogen

Gib Deinen Ellenbogen Bewegungsfreiheit. Auch wenn wir das dringende Bedürfnis fühlen, unsere Schweißflecken unter den Armen zu verstecken: Das Lösen der Oberarme vom Brustkorb gibt der Stimme erstens mehr Raum und Kraft und zweitens eine Beweglichkeit in der Modulation. Mit dieser Beweglichkeit können wir unsere Sprachmelodie viel spannender gestalten und emotionaler sprechen. Das fesselt unsere Gesprächspartner und schon kleben sie an unseren Lippen!

Raumgreifende Gesten bringen auch die Stimme dazu, den Saal zu füllen. Reduzierte Gestik passt super in einem Vier-Augen-Gespräch, auf einer Bühne bremst sie die Stimme aus und verhindert Kraft und Wirkung.

6. Benutz Deine eigenen Gesten

Automatisch betonen wir in einem Gespräch auch wichtige Worte oder Passagen mit Handbewegungen. Beobachte Deine Gestik im entspannten Alltag, im Privatleben, im Zusammenhang mit bestimmten Gesprächssituationen – wie drückst Du Dich aus? Welche Gesten benutzt Du schon und könntest sie auch in „wichtigen“ Gesprächen gezielter einsetzen, um bestimmte Punkte zu unterstreichen? Deine eigenen Gesten fühlen sich für Dich natürlich an und machen Deinen persönlichen Stil aus. Für andere wirken diese Gesten, obwohl Du sie hinzugefügt hast, trotzdem kongruent und echt.

Was sind Eure Erfahrungen mit Gestik und Körpersprache? Bemerkt Ihr die Wirkung auf Eure Stimme? Welche Gesten bei anderen gehen Euch auf die Nerven? Wann ist jemand nicht stimmig in Gestik und Inhalt? Teilt Eure Beobachtungen gern mit uns in den Kommentaren!

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