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Ziele? Super. Aber womit fang ich an? Na, Bestandsaufnahme!

 In Gesang, Körperarbeit, Reden, Richtig Reden, Singen, Sonstiges, Stimme allgemein

Oft setzen wir uns hehre Ziele, im Leben, beim Sport, und auch beim Stimmtraining. Aber fast genauso oft vergessen wir eine wichtige Sache, den Schritt VOR dem ersten Schritt: Zu schauen, wo wir überhaupt gerade sind! Mit einer Bestandsaufnahme.

 

Von wo gehen wir eigentlich los? Dieses Prinzip kann man super in allen Bereichen und Größenordnungen einsetzen. Ich nenne es einfach „Inventur“, denn das ist es im Prinzip. Erstmal schauen was da ist und was fehlt.

Ein einfaches Beispiel: Vor dem Setzen der neuen Jahres(Quartals-, Monats, -Tages)ziele werde ich erstmal schauen, was ich von der letzten Zielsetzung schon erreicht habe. Und was von dem, das ich erreicht habe, hatte ich vielleicht gar nicht als Ziel? Bin ich vom Weg abgekommen und warum? Ist das gut oder schlecht?

Bevor Du für eine neue Sommergarderobe shoppen gehst, machst Du auch eine Bestandsaufnahme: Was ist denn schon in deinem Kleiderschrank? Was magst Du nicht mehr oder passt nicht mehr? Was brauchst Du unbedingt? Welche Lieblingsstücke bleiben?

Die gleichen Fragen stellst Du Dir, bevor Du mit Stimmtraining oder Gesangsübungen beginnst: Was kann ich schon, was macht meine Stimme mit? Was sind unsere Vorlieben, was mögen wir nicht? Was mag meine Stimme, ich aber nicht? Und andersherum… Was kann ich nicht, möchte es aber gern können? Was kann ich nicht, ist mir aber auch egal?

 

Die eigene Stimme erforschen!

Diese ausführliche Bestandsaufnahme der eigenen Stimme kann schonmal ein paar Wochen kontinuierlichen Forschens in Anspruch nehmen. Und dazu gehört idealer Weise nicht nur ein beiläufiges Beobachten der Stimme in Alltagssituationen (schon gar nicht wenn Du Singen lernen willst), sondern ein gezieltes Sich-Zeit-und-Ruhe-Nehmen, um sich konzentriert mit der Stimme und ihrer Tagesform zu beschäftigen.

Wie nehme ich meine Stimme morgens, respektive abends wahr? Welche Nahrungsmittel beeinflussen oder beeinträchtigen meine Stimme (die üblichen Verdächtigen: Scharfes, Fettes, Alkohol, Zigaretten)? Wie ist es nach dem Sport um meine Stimme bestellt? Ist sie dann platt oder extra fit?

Was ist mit Stress und Druck? Was ist im Urlaub? Am Wochenende?

Für die Mädels: Wie beeinflussen die zyklischen Hormonschwankungen meine Stimmbeschaffenheit?

 

Alles ist untereinander verbunden!

All Eure Zustände beeinflussen die Stimme: Euer geistiger/seelischer Zustand beeinflusst Körperspannung, Atmung und Energielevel und ganz direkt Eure Mimik und Artikulation. Euer körperlicher Zustand wirkt auf Stimmkraft, Atemdruck und Bewegungsfreiheit im Kehlkopfbereich und auch wieder zurück auf Euren seelischen Zustand und Eure Hormonlevel.

Alles ist verbunden! Um herauszufinden, wie und wo Ihr am besten in diesen Kreislauf eingreifen könnt, lest nochmal unseren Artikel zum „Reality Loop„.

Inventur machen mit Stimmste?!

Und um Euch die Bestandsaufnahme jeden Tag ein wenig zu erleichtern, gibt es heute von uns ein kostenloses Audio, das Euch die richtigen Fragen stellt, während Ihr Euch nur auf Euch selbst konzentrieren könnt:

Inventur machen mit Stimmste?!  (7 min.)

Expressversion für Geübte (3 min.)

Beide Audios könnt Ihr auch mit „Speichern unter“ herunterladen und so überall hin mitnehmen.

Und wenn Ihr mögt, führt doch ein kleines Stimmtagebuch, in das Ihr kurz und informell eintragt, was Euch auffällt, was Ihr heute an Eurer Stimme mögt, nicht mögt, was Ihr Neues entdeckt habt.

Wir wünschen Euch viel Spaß und interessante Momente bei Eurer Forschung!

Seit ich des Suchens müde ward, erlernte ich das Finden.

                                                                                                Friedrich Nietzsche

 

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