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Gesangsunterricht für Klassik oder Pop? Eine Frage des Stils…

 In Gesang, Music, Singen, Sonstiges, Unterhaltung

Eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird, wenn wir mit Menschen über das Singen und möglichen Gesangsunterricht sprechen, ist folgende: „Soll ich denn besser klassischen Gesangsunterricht nehmen oder Pop (bzw. Jazz)  singen?“

Diese Frage ist so pauschal nicht zu beantworten  – sonst gäbe es ja nicht einen ganzen Artikel dazu – aber grundsätzlich kannst DU die Antwort am besten finden!

Denn als allererstes…

… musst Du wissen, was Du singen möchtest, also welche Stücke, welche „Literatur“. Davon ist es abhängig, was Du Deiner Stimme beibringen musst.

Das ist wichtig! Kein Stil ist „besser“ für die Stimme als der andere. Manche Stimmen haben natürliche, gute Voraussetzungen für bestimmte Stile (zum Beispiel eine raue Rockröhre und eine extrovertierte Persönlichkeit, oder eine gut resonierende Kopfstimme mit natürlichem Sängerformant, oder eine sanfte, warme Stimme, die perfekt Jazzballaden haucht…), aber es ist viel wichtiger, was Dir gefällt. Denn nur mit etwas, was Dir Spaß macht, möchtest Du Dich auch täglich beschäftigen!

Sogar Basics wie Atemtechnik unterscheiden sich bei Klassik und populären Stilen. Deswegen ist es sinnvoll, sich von Anfang an den richtigen Lehrer zu suchen. Sonst musst Du später „falsche“ Gewohnheiten wieder umlernen – mühsam und unnötig.

Du kannst natürlich auch mal beides ausprobieren – aber spätestens nach drei Monaten solltest Du wissen, ob Dir das Arbeiten an der Stimme so Spaß macht und Du weitermachen willst oder Dich doch umentscheidest.

Zumindest als Hobby kann meiner Meinung nach jeder alles singen. Manche Dinge brauchen vielleicht eine Weile, bis man sie beherrscht, aber grundsätzlich kann man alles lernen. Sobald es auf die Bühne gehen soll, ist es allerdings wichtig, darauf zu achten, ob der Lebensstil und die Art, wie man die Musik präsentiert, zu einem passen.
Für häufige Rock- und Popgigs sollte die Stimme beispielsweise eine gewisse Widerstandsfähigkeit besitzen und Du solltest es auch okay finden, auf der Bühne schonmal zu schwitzen. Klassische Konzerte verlangen meistens „ordentliche“, schicke Kleidung und ein eher strenges, „gesittetes“ Auftreten mit geregelten, ritualisierten Abläufen. Oper oder Musical fordern auch schauspielerisches Talent von den Sängern und Sängerinnen. Als JazzsängerIn solltest Du Improvisieren lernen wollen.

Es ist also eine Typfrage, eine Frage des Lebensstils, eine Frage des Musikgeschmacks, vielleicht auch eine Frage des sozialen Umfelds: In verschiedenen Musikstilen sind häufig bestimmte Typen von Menschen unterwegs. Mit wem möchtest Du befreundet sein, mit wem in Kontakt stehen?

Welche Rolle möchtest Du spielen? Willst Du in einer Band Frontman/Frontfrau sein (oder Backing Vocals singen)? Willst Du in einem Barbershop-Ensemble singen? Willst Du für Dich unter der Dusche singen oder zum Gesangsunterricht, nur um mal wieder was für Dich selbst zu tun? Willst Du in einen Chor? Zur Gitarre singen? Deinem/r Partner/in ein Ständchen zum Jahrestag bringen?

Du siehst, wenn Du Dir viele Fragen stellst, kommst Du der einen Antwort auf die Frage vielleicht näher: Welche Stilistik ist besser für MICH?! Besser deswegen, weil ich mehr Spaß habe, weil meine Talente dort liegen, weil ich die Leute mag, die das auch machen…

Aber letzten Endes…

…ist es dann doch wieder so, dass probieren über studieren geht und Du es einfach in der Praxis austesten musst. Und selbst dieses Ausprobieren bringt einen in der Kenntnis über die eigene Stimme auf jeden Fall weiter! Also: Viel Spaß beim Suchen, Fragen und Ausprobieren und vor allem: beim Singen!

 

 

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