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Die drei häufigsten Erkenntnisse unserer Klienten!

 In Allgemein, Atmung, Business, Entspannung, Innere Haltung, Kommunikation, Reden, Richtig Reden, Stimme allgemein

Im Stimm- und Sprechcoaching machen wir häufig Videoaufnahmen, um ein erstes Bewusstsein für die eigene Wirkung von Stimme, Sprechweise und Körpersprache zu schaffen. Nach einem meist entsetzten

„MÜSSEN WIR WIRKLICH EIN VIDEO MACHEN??“

und einem verzweifelten „Ich finde meine Stimme so schrecklich, das mag ich mir lieber nicht anhören und mich schon gar nicht beim Sprechen sehen.“, lassen sich die meisten Klienten doch darauf ein. Bei den Reaktionen nach dem Anschauen ist zwischen „furchtbar“ und „doch gar nicht so schlimm“ so ziemlich alles dabei. Nachdem wir den wertenden Aussagen Raum gegeben haben, wird es so richtig spannend: Wir entdecken Faktoren, die auf unsere Stimme und Sprechweise einen Einfluss haben. Wir entdecken Gewohnheiten und spüren irritierende Elemente auf. Ohne Wertung – mit unserem „Forscher-Ohr“.

Ab diesem Zeitpunkt sind wir auf dem Weg die unbewussten Kompetenz des Sprechens zu einer bewussten Kompetenz zu verwandeln.

Dieses Bewusstsein brauchen wir, um überhaupt etwas verändern zu können. Manchmal reicht das Aufspüren und die Bewusstmachung von Gewohnheiten der Körperhaltung beispielsweise, um eine Veränderung des Stimmklangs und der Wirkung des Gesamtauftritts zu bewirken.

Auf dem Weg zur bewussten Kompetenz begegnet legen wir leider meistens einen unangenehmen Zwischenschritt ein: Die bewusste Inkompetenz – das Bewusstsein, dass wir etwas nicht können. Diese Hürde gilt es mit Übungen, dem Sammeln von Erfahrungen und mit einer großen Portion Gelassenheit und Reflexion zu meistern. Manchmal hilft es zu wissen, dass man nicht der oder die Einzige ist, die vor der Herausforderung steht. 

Die drei häufigsten Erkenntnisse:

„Persönlichkeit wirkt überzeugender als Perfektion“

Möglichst viele Fachwörter, komplizierte Bandwurmsätze, Fachartikel-Wortwahl und bloß keine Füllwörter oder vermeintliche „Fehler“ machen: Das blockiert und wirkt steif. Die Natürlichkeit, vor allem die Entspannung des Stimmklangs, bleibt durch den hohen Leistungsdruck auf der Strecke.
Was denken die anderen über mich? Habe ich alles richtig gemacht? Wirke ich auch kompetent genug? Wann entdecken die Zuhörer, dass ich doch nicht so viel weiß? Die Liste von Gedanken ist lang. Perfektion spielt häufig eine Rolle.

Dabei wirken wir sehr viel sympathischer, wenn wir gelassen und in uns ruhend sprechen.

Menschen vertrauen uns eher und lassen sich leichter überzeugen. Einen Blick in Richtung Persönlichkeit, als sehr bedeutsamer Hebel im Hinblick auf Stimme und Sprechweise, lohnt. Nicht nur für einen entspannten Stimmklang in der individuellen Sprechstimmlage, sondern auch für einen innerlich entspannten und spaßmachenden Stimmauftritt.

„Ich vergesse Punkte und Pausen“

Das Gefühl, ewig lange Pausen gemacht zu machen und kurze Sätze formuliert zu haben, geben viele der Klienten vor dem Anschauen des Videos an. Leider ist das zwar oft gewünscht, doch selten umgesetzt. Gerade, wenn Aufregung oder Lampenfieber mit ins Spiel kommen, neigen viele Menschen dazu, die Stimme am Satzende nach oben zu führen. Die Aussage klingt dann schnell wie eine Frage oder Aufzählung.

Für den Zuhörer bedeutet das: Vermehrte Anstrengung die Aufmerksamkeit zu halten und sich die Inhalte abzuspeichern. 

Wer schon einmal auf der Bühne stand oder in einem Teammeeting saß, weiß, dass sich Pausen manchmal ganz schön lang anfühlen können. Die Blicke richten sich auf Dich, alle sind in einer Erwartungshaltung. Alle hören Dir zu… Eigentlich eine große Ehre und Chance, für Deine Angst allerdings ein Schrecken. Plötzlich dreht das Gedankenkarussell wieder los (siehe oben)… Da Pausen allerdings sowohl für die Wirkung Deiner Aussagen als auch für Dein Publikum von großer Bedeutung sind, macht es Sinn sich der Angst zu stellen und das Aushalten von Pausen zu trainieren. Und zwar nicht nur von „gefühlten“ Pausen, sondern den echten Pausen…

 

„Meine Atmung boykottiert unbewusst meine Stimme“

Immer wieder ein Aha-Effekt – die Atmung. Haben wir alle irgendwie und irgendwo schon mal gehört, doch der wirkliche Zusammenhang zwischen Stimme und Atmung will gefühlt werden. Ohne Luft – keine Stimme.

Gewohnheitsmäßig angespannte Bauchmuskulatur, zu enge Kleidung und/oder eine ungünstige Haltung wirken sich auf unsere Atmung aus. Dadurch wird unsere Stimme und Sprechweise und übrigens auch unsere Stimmung und innere Haltung beeinflusst.

Schnappatmung, Heiserkeit und einen gepressten Stimmklang kennen wir in bestimmten Momenten meist von uns selbst, oder wir haben es zumindest bei anderen Sprechern schon einmal beobachtet. Den Fokus auf die Atmung zu legen, immer wieder bewusst eine Entspannung der Atemmuskulatur zu initiieren, schafft häufig schon die nötige Abhilfe um wieder die Gewalt über die eigene Stimme zu erreichen.

 

Vielleicht erkennst Du Dich in einer der drei Erfahrungen wieder… Und vielleicht hast Du auch Lust bekommen, Dich doch einmal aufzunehmen und mit gelassenem Forschergeist Deine stimmlichen Potenziale zu entdecken. Wir sind gespannt… Viel Spaß dabei! 

 

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