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 In Innere Haltung, Körperhaltung, Reden, Richtig Reden, Sprache, Stimme allgemein, Stimmpflege, Stimmtraining, Stimmübungen

WAS DU ZUHAUSE TUN KANNST, UM DEINE STIMME ZU STÄRKEN

von Ina Hagenau
Was kann ich denn zuhause machen, um meine Stimme zu trainieren und gesund zu erhalten?
Oh, ganz viel natürlich! Du kannst Dich selbstverständlich stundenlang mit Deiner Stimme beschäftigen, singend, sprechend, deklamierend, tönend…

Aber das entspricht nicht dem Alltag der meisten unserer Klient*innen.
Meist sind unsere Tage eng getaktet, starten früh und sind vollgepackt mit Job, Familie und anderen Hobbys,  bis man abends müde auf die Couch fällt und sich denkt „Stimmtraining? Jetzt noch? Och nö…“.
Wenn es Dir auch so geht, dann ist dieser Blogartikel für Dich interessant:
Wir verraten Dir die besten Strategien, wie Du zwischendurch im Alltag leicht und ohne besondere Hilfsmittel Deine Stimme trainieren kannst,
damit sie bei ihrem anstrengenden Job in Deinem Alltag stark und gesund bleibt – und vielleicht sogar noch an Ausdrucks- und Überzeugungskraft hinzugewinnt.

GUT GESCHLAFEN, IST HALB GEWONNEN

Guten Morgen! Na, gut geschlafen?
Eine gesunde Stimme über Tag beginnt mit der Nacht davor. Wir brauchen eine angemessene Menge an Schlaf (mindestens 7 Stunden), damit die Schleimhäute sich von einem anstrengenden Sprechtag regenerieren können.
Außerdem sorgen wir mit gutem Schlaf dafür, dass unsere Nervenbahnen gut funktionieren – und davon profitiert auch der Stimmapparat.
Also: Überprüf mal, wie viele Stunden du schaffst – und ob Du heute Abend eine halbe Stunde früher ins Bett gehen solltest…

UAAAAHHH… GÄHNEN UND STRECKEN! 

Gähnen ist für die Stimme sehr gesund – also starte den Tag doch mit ein oder zwei herzhaften Gähnern, am Besten kombiniert mit räkeln und Strecken. Weil wir gähnen, um möglichst viel Sauerstoff aufzunehmen,
machst Du das am besten am offenen Fenster. Und zwar kombiniert mit ein paar gezielten Dehnübungen für die Atemräume. Das dauert ca. eine Minute und 5-6 Atemzüge – aber hat den ganzen Tag einen guten Effekt auf die Stimme!
Denn ohne Atem – keine Stimme. Und mit einer zusammengekrümmten Haltung ist kaum ein tiefer Atemzug möglich.
Diese Übung kannst Du übrigens auch als kleinen „Stimmespresso“ zwischendurch nutzen – besonders, wenn Du viel sitzt!

DUSCHDIVAS AN DEN START!  

Du duschst gern morgens früh? Super!
Dann hast Du schon die beste Gelegenheit, Deine Stimme langsam aufzuwärmen.
Soviel Multitasking geht sogar um halb sieben: Im warmen Dampf der Duschkabine kannst Du kleine Summtöne machen und die Stimmlippen so sanft zum Vibrieren bringen. Die feuchte Luft hilft den Schleimhäuten,
den Dreck der letzten Atemstunden abzutransportieren und sie geschmeidig zu machen. Stell Dir vor, Du wärst eine Hummel, die langsam auf und ab taumelnd von Blüte zu Blüte fliegt. Bewege Deine Stimme ein wenig rauf und runter,
wie auf Ton-Rutschbahnen. Wie beim Stretching beim Sport, beginne mit kleinen Rutschbahnen und lass sie je nach Bedarf und Trainingsstand bis zu einer Riesenrutsche im Wildwasserpark wachsen…
Zusätzlich kannst Du dabei Deinen Kiefer mit Kaubewegungen lockern und so Deine Artikulationswerkzeuge auch schon mal wecken!

Und natürlich kannst du auch einfach ein Lieblingslied trällern – das hat denselben Effekt, wenn Du es achtsam tust und nicht Deine Stimme (und Deine Nachbarn) um halb sieben mit „I Will Survive“ in der Originaltonart strapazierst…

ZUSATZTIPPS FÜR EINE GUTE MORGENROUTINE: 

Bevor Du unter die Dusche steigst, trink ein Glas nicht zu kaltes Wasser.
Auch das regt den Stoffwechsel auf den Stimmlippen an und macht Deine morgendliche Gießkannenstimme wieder einsatzfähig.
Du duschst lieber abends?
Diese Übung kannst Du auch machen, während Du in der Küche darauf wartest, dass der Kaffee durchgelaufen ist.
Oder während Du die Spülmaschine einräumst.  Du hast einen sehr frühen Start, z.B. weil Du zur ersten Stunde unterrichten musst? Dann steh bitte früh genug auf!

Die Stimme braucht für besagten Aufwachprozess

  1. zwei Stunden länger als der restliche Körper. Noch ein Grund, früher ins Bett zu gehen.
  2. Innere Haltung checken

GESTRESSTER MORGENMUFFEL

Du gehst morgenmuffelig oder schon gestresst und frustriert aus dem Haus? Ja, wie soll denn dann der Arbeitstag werden?!
Du hast morgens immer die Chance, den Ton für den kommenden Tag anzugeben. Klar, es gibt schonmal chaotische Morgen, weil unvorhergesehene Dinge passieren – aber das wissen wir ja eigentlich auch, dass das so ist, oder?
Wir können kaum beeinflussen, wie sich andere verhalten, oder ob die Kaffeemaschine ausgerechnet am Mittwoch Morgen explodiert – aber wir können sehr wohl beeinflussen, wie wir darauf reagieren.
Versuche, mit einer positiven Grundhaltung in den Tag zu gehen und die guten Dinge bewusst wahrzunehmen. Dann haben explodierende Kaffeemaschinen oder Chefs gar nicht mehr so große Chancen,
Dir den Tag zu vermiesen.  Das fällt Dir sehr schwer und Du fühlst Dich eigentlich ständig gestresst und genervt?
Dann solltest Du es vielleicht mal mit einer Dankbarkeitsroutine probieren. Konsequent und mit echter Wertschätzung ausgeführt, wirkt das wirklich Wunder.
Oder besser gesagt: Du siehst sie dann endlich,
die Wunder.

SPRECHTAG GESCHAFFT? COOL DOWN YOUR VOICE!

Auch hier sind lautes Gähnen, ein paar Entspannungsübungen wie z.B Vorbeugen und Oberkörper baumeln lassen, eine Viertelstunde Yoga oder Deine Lieblingsplaylist zum Mitsingen im Auto gut,
um den Übergang von Arbeit zu Privatleben zu erleichtern. Die angestrengte Stimme braucht ein wenig Bewegen, Lösen und wieder ein, zwei Gleittöne abwärts, um sich zu entspannen.
Ein Stündchen Stimmruhe oder nur leises Sprechen sind übrigens schon gut, wenn Du acht Stunden oder länger gesprochen hast.
Dann hast Du auch abends noch Lust, mit Freunden oder Familie zu sprechen oder zur Chorprobe zu gehen.
Also, Tee gemacht und mit einem guten Buch aufs Sofa oder einen Spaziergang an der frischen Luft – aber ohne Gesprächspartner oder lautes Rufen nach dem Hund, der schon wieder nicht hört.

Es ist höchste Zeit, unserer Stimme im Alltag Aufmerksamkeit zu gönnen und für sie zu sorgen.  

Starte mit einer einzigen der obenstehenden Übungen und etabliere sie als nicht verhandelbare Gewohnheit.
Tipps zum Gewohnheiten etablieren findest Du hier.


Hast Du schon eine gute Morgenroutine?Was fällt Dir am Morgen besonders schwer?Schreibe uns gerne in die Kommentare.
Und wenn Du jemanden kennst, von dem Du denkst, unsere Tipps könnten ihr oder ihm helfen, dann teile gerne unseren Blogartikel. Wir freuen uns auf Nachrichten von Dir!Deine Ina

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