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Kein Mensch ist eine Insel – oder doch?!

 In Allgemein, Business, Innere Haltung, Richtig Reden, Wortwahl

Herausforderung Kommunikation oder „Meine Insel – Deine Insel“

Wer von Euch hatte schon mal Schwierigkeiten, mit jemandem zu kommunizieren? Missverständnisse, nicht enden wollende Diskussionen, Streitgespräche ohne Lösung – das hat wahrscheinlich jeder von uns schon einmal erlebt. 

Wie kommt es dazu, dass zwei Menschen, die sogar dieselbe Sprache sprechen, trotzdem aneinander vorbei reden und sich nicht verstehen? Erklärungsansätze dafür bieten diverse Kommunikationsmodelle. Eines davon ist von der bekannten Trainerin Vera F. Birkenbihl – das so genannte Inselmodell.

Das Inselmodell

Birkenbihl stellt die Grundthese, dass jeder Mensch in seiner eigenen Insel lebt und diese auch nicht mehr verlassen kann. Die Insel entsteht im Verlauf des Lebens durch Erfahrungen und Erziehung und enthält unsere Hoffnungen, Meinungen und Ängste. 

Wenn sich nun zwei Menschen unterhalten – so Birkenbihl – haben wir entweder Glück oder Pech. Glück haben wir, wenn es zwischen den zwei Inseln eine Schnittmenge bei dem Gesprächsthema gibt. Dann kann die Kommunikation darauf aufbauen und ist recht einfach. Die Gesprächspartner finden sich sympathisch, intelligent und bewerten das Gespräch als spannend. Gibt es jedoch keinerlei Schnittmengen zwischen den Inseln, dann wird Kommunikation zur Herausforderung. Entweder reden die beiden Menschen nun aneinander vorbei, gegeneinander (Kampf) oder voneinander weg (Flucht) oder Mischtypen davon.
Damit eine gemeinsame Lösung bzw. ein gemeinsamer Nenner entstehen kann, muss eine Brücke zwischen den Inseln gebaut werden. Gelingt dieser Brückenbau nicht, schlägt Birkenbihl eine „Zweinigung“ vor. Diese Wortneuschöpfung basiert auf dem englischen „let us agree to differ“ – bedeutet also soviel wie: Einigen wir uns darauf, dass wir in diesem Punkt keine Einigung finden.

Wie baue ich die Brücke?

Folgende Grundsätze solltest Du im Kopf haben:

  1.  Seine Insel – meine Insel.
  2.  Er hat ein Recht, seine Insel genauso legitim zu finden, wie ich meine Insel.

Dein Kommunikationsverhalten ist dann, laut Birkenbihl, weit weniger abweisend, beleidigend und verurteilend. 

Nutze statt „Das sehen Sie zu eng.“ oder „Das ist falsch.“ die Formulierung „Gut, Sie sehen das so, darf ich Ihnen sagen wie ich das sehe…“. 

„Der Glaube, es gebe nur eine Wirklichkeit, ist die gefährlichste Selbsttäuschung.“ Paul Watzlawick

Verstehen und respektieren, dass jeder Mensch eine andere Sicht auf die Welt hat, ist Grundlage für eine Kommunikation auf Augenhöhe. Ärgere Dich bei deinem nächsten „schwierigen“ Gespräch  doch mal nicht über deinen Gesprächspartner, sondern erinnere Dich daran, dass derjenige genauso wenig von seiner Insel kann, wie Du. 

Eine Erweiterung der Insel, durch Interessenerweiterung oder durch Lesen und Hören von anderen Meinungen (zum Beispiel Leserbriefe in der Zeitung), hilft beim Verständnis anderer Perspektiven und erleichtert somit auch den „Brückenbau“. 

Viel Spaß beim Ausprobieren. Wir freuen uns auf Eure Meinungen und Erfahrungen.

Wer das Originalvideo von Vera F. Birkenbihl sehen möchte, der schaue bitte hier:

Vera F. Birkenbihl - Kommunikations Probleme

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