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Körpersprache – Stefan Verra erleben

 In Gestik, Kommunikation, Körperarbeit, Körperhaltung, Körpersprache, Sonstiges

Präsenz hat wenig mit der Körpergröße zu tun (puh…;-)). Das wird Dir sofort bewusst, wenn Du den Fachmann für Körpersprache Stefan Verra in seinem Element erlebst. Zwei intensive Tage durfte ich mich in seiner Masterclass mit Thema Körpersprache sehr bewusst und gleichzeitig sehr gefühlt auseinandersetzen. 

Sympathisch und kompetent wirken

Wie wirke ich mit meinem Körper sympathisch? Wie wirke ich kompetent und intelligent? Wie bewege ich meine Zuhörer zum Zuhören? Wie wirke ich und was mache ich mit meinem Körper, wenn ich mich unbeobachtet fühle? 

Diese und mehr Fragen haben uns durch die zwei Tage begleitet und Stefan hat uns auf wunderbar lustige Art die passende Antwort direkt erlebbar werden lassen. Obwohl ich mich schon viel mit Körpersprache beschäftigt habe, viele Bücher darüber lese und in meinen Trainings und Seminaren natürlich auch immer die Körpersprache einbeziehe, konnte ich neue Erkenntnisse und hilfreiche Wiederholungen mit nach Hause nehmen. Und genau wie in unserem Bereich Stimme, braucht es diese Wiederholung und das Ausprobieren und immer wieder bewusst erlebbar machen. „Wenn es sich blöd anfühlt, dann bist Du auf dem richtigen Weg.“, sagt Stefan und lockt uns mit seinen Übungen immer wieder aus unserer Komfortzone. Bewusste Inkompetenz erlebt niemand sonderlich gerne, es hilft uns jedoch sehr unsere Kompetenzen zu erweitern, unsere Range zu vergrößern und ist nun mal der erste Schritt eine neue Fähigkeit zu erlernen. Deshalb ist die Botschaft für die zwei Tage ziemlich klar, „trauts Euch peinlich zu sein“.

Beginne mit einem relevanten Körperteil…

… und der Rest wird folgen. Körpersprache ist nie nur ein Signal und nicht ein Signal macht eine bestimmt Wirkung aus. Ob ich sympathisch, freundlich, offen, herzlich oder attraktiv wirken möchte, ich brauche nicht verschiedene Haltungen einnehmen. Ausgeprägte Mimik – lächeln und Augenbrauen hochziehen, Asymmetrie in der Haltung zeigen und dynamische, hochfrequente Bewegungen, strahlen all das aus. Lächeln (und wer schon mal bei uns war, wird es auch schon mit auf den Weg bekommen haben) ist immer wieder als wichtiger Hebel hervorgehoben worden. Kann doch nicht so schwer sein, denkst Du Dir. Dann lasse Dich mal beobachten, filmen oder fotografieren und schaue, wie viel Du wirklich lächelst. Und lächelst Du wirklich oder sind die Mundwinkel nur kaum sichtbar nach oben gezogen? Wenn wir mit einem relevanten Körperteil beginnen, beispielsweise den Augenbrauen oder den Mundwinkeln, dann geht in der Regel der restliche Körper mit. Und vielleicht kennt Ihr das schon von Euren Stimme und Eurer Melodie. Ändern wir unsere Gestik, Mimik und Haltung in Richtung Beweglichkeit und nach oben gerichtet, dann kannst Du Deine Sprachmelodie kaum monoton halten. Sie bewegt sich automatisch mit. Eine kleine Veränderung, kann also bereits große Wirkung haben.

Richtig spannend wird es (für Dich und Deine Gesprächspartner/Zuhörer), wenn Du eine Vielfalt an Wirkungen abrufen kannst. Neben einem sympathischen Auftritt, willst Du sicherlich auch mal kompetent, intelligent, souverän, beruhigend oder selbstsicher wirken, oder? Hier braucht es mehr Ruhe in Deinen Bewegungen, Bewegungen mit den Handflächen nach unten zeigend und einen symmetrischen Stand. 

Herausfordernd war es für meisten Teilnehmer übrigens, neben den Auf- und Abwärtsbewegungen der Arme, der Veränderung von Mimik und Symmetrie des Körpers, auch noch körpersprachlich eine Struktur des Inhalts abzubilden – mit seitlichen Bewegungen beispielsweise. 

Neben all den Erfahrungen in den Übungen, fand ich persönlich auch die ständige Verbindung zur Genese der Körpersprache unglaublich hilfreich. Mit dem Wissen um den Ursprung der Geste, Haltung oder des mimischen Ausdrucks, wird die Deutung der Wirkung von Körpersprache so klar und sinnig. 

Sei vielseitig!

Wir sind großer Fan von Vielfalt und Abwechslung in der Nutzung der Stimme. Denn ein wildes und mutiges Ausprobieren und bewusstes Erforschen der eigene stimmlichen Fähigkeiten, stellt Dir ein Repertoire zur Verfügung, auf das Du dann auch im alltäglichen Stimmgebrauch zurückgreifen kannst. Übrigens ohne das Anstreben der Perfektion…  Ebenso ist es im Bereich der Körpersprache: Probiere wilde und neue Dinge mit Deinem Körper aus. Teste Dich in diversen Sportarten, bewege Dich mehr und vielseitig. Dein Körper, meistens auch Deine Gesundheit und ganz sicher Deine Persönlichkeit, wird es Dir danken!

Und wie das so mit der gesamten Literatur über Stimme, Körpersprache und Wirkung ist – lesen alleine reicht nicht. Probiert es aus, erst dann wird es für Euch real und Veränderungen in Euch und Eurer Körpersprache können passieren. 

Habt eins im Kopf: Ihr wirkt mit Eurem Körper und Eurer Stimme, ob Ihr wollt oder nicht. Wenn ich mir eine bestimmte Wirkung wünsche, lohnt sich unbedingt ein genauer (wohlwollender) Blick. 🙂

Mehr Informationen zu Stefan Verra findet Ihr hier: http://stefanverra.com

 

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