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Üben in Intervallen: Warum Lern- und Trainingspausen wichtig sind!

 In Entspannung, Gehirn, Gesang, Körperarbeit, Music, Singen, Sonstiges, Stimme allgemein, Stimmhygiene, Stimmpflege

Pausenlos Richtung Ziel?

Kennst Du das auch? Du setzt Dir ein Ziel (zum Beispiel, einen Marathon zu laufen) und fängst an zu trainieren. Du machst Dir einen Trainingsplan (oder meldest Dich zum Onlinekurs an) für die nächsten drei Monate und legst los: alle zwei Tage – manchmal öfter –  Laufen, Krafttraining, Stretching. 

Vor Deinem inneren Auge siehst Du Deine Zeiten schon durchs Dach gehen, aber dann, nach einigen Wochen, geht nichts mehr: Deine Zeiten stagnieren, Du läufst sogar manchmal langsamer als gewohnt. Was ist da los? Du tust doch soviel!?

 

Trainingspausen bringen Dich näher zum Ziel!

Vielleicht ist es das ja: Du tust soviel! Aber Dein Körper braucht auch mal Pausen. Zur Regeneration natürlich, ja, aber auch für ein besseres Trainingsresultat. Freiwillige Trainingspausen (das heißt, nicht weil du verletzt bist!) geben den Muskeln nämlich Zeit zu wachsen. 
Und auch wenn Du neue Bewegungsabläufe oder theoretische Inhalte neu lernst, sind diese Pausen wichtig, um dem Gehirn Gelegenheit zu geben, diese Inhalte langfristig zu speichern, neuronale Verbindungen zu knüpfen und die Abläufe wirklich zu verinnerlichen.

 

Stimmtraining braucht auch mal Ferien!

Diese Prinzipien treffen in zweierlei Hinsicht auf das Training mit der Stimme zu, ob Singen oder Sprechen:

Motorische Abläufe wie Atemtechnik, Haltungskorrekturen und Artikulationsbewegungen, aber auch das Training auf Stimmbandebene und mit den Resonanzräumen werden nach ausreichend Wiederholungen (das bedeutet öfter als 25 mal Üben!!! 😉 ) erst durch eine Pause von ein oder zwei Wochen wirklich merkbar. Auf einmal kann man Dinge, für die man vorher so viel nachdenken und sortieren musste, einfach von selbst!
Genauso werden schleichende Prozesse wie das Verändern von Denkweisen und Wahrnehmung, sowohl auf der psychologischen als auch auf der sensorischen Ebene, erst durch das Ruhenlassen und „gären“, „arbeiten lassen“ gefestigt und abgeschlossen. Scheinbar macht es irgendwann „klick“, aber in Wirklichkeit arbeitet Dein Bewusstsein und Unterbewusstsein schon lange daran, den Schalter umzulegen…

 

Optimale Pausen?!

Wichtig bei diesen Pausen ist tatsächlich, dass sie freiwillig sind, also nicht Zwangspausen aufgrund von Krankheit oder Verletzungen sind. Da hat der Körper nämlich andere Prioritäten.
Unterstützen kannst Du theoretische Lernprozesse durch Bewegung in den Pausen (das gilt auch auf Stundenebene). Es ist noch nicht genau erforscht, aber bestimmte Stoffwechselprozesse unterstützen erfolgreiches Lernen, wenn der Lernende einige Stunden nach dem Üben/Lernen Sport macht.
Motorische Prozesse und Verhaltenstraining kannst Du in den Pausen durch Denken unterstützen: Visualisierung des Prozesses und des gewünschten Zielzustandes programmieren Deinen gesamten Organismus auf die richtigen Abläufe. Diese Visualisierungen unterstützen Dich auch in den Trainingsphasen.

 

Mach mal Ferien!

Manchmal brauchen wir aber auch einfach mal einen Tapetenwechsel. Dann könntest Du Dir einfach mal etwas gönnen, das das (Spiel-)Kind in Dir mal wieder glücklich macht! Also etwas, das keinen offensichtlichen Trainings- oder Produktivitäts – oder Bildungswert hat. Zum Beispiel auf den Rummel oder ans Meer fahren, ins Museum oder Konzert gehen, Dir selbst einen Kuchen backen und mit Deinen Liebsten (oder mal alleine?) das Leben feiern, spontan zum Grillen einladen, eine Movie Night mit der besten Freundin oder dem besten Freund, ein Bild malen oder eine Flaschenpost verschicken…

 

Pause genossen? Back to work!

Und wenn Dein Akku wieder aufgeladen ist, freu Dich über das, was Du schon geschafft hast, trag die nächste Pause in den Kalender ein und trainiere/übe/lerne weiter!

 

Was ohne Ruhepausen geschieht, ist nicht von Dauer.   

                                                                                                               Ovid

 

 

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