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Liebst Du Deine Stimme?

 In Sonstiges

Liebst Du Deine Stimme? Wenn ja, toll! Dann gehörst Du zu den gefühlten 5% der westlichen Welt, bei denen das so ist. Vielleicht hast Du noch nie darüber nachgedacht? Aber dann wärst Du vielleicht nicht auf diesem Blog gelandet. Oh, Du findest Deine Stimme schrecklich? Dann bist Du nicht allein – aber: Wie konnte es dazu kommen…?

Stimmarbeit ist Beziehungssache

Um wirkungsvoll mit und an Deiner Stimme arbeiten zu können, ist es wichtig, dass Du Dein Verhältnis zu Deiner Stimme überprüfst. Welche Gefühle oder Glaubenssätze assoziierst Du, wenn Du an Deine Stimme denkst? Vertraust Du Deiner Stimme, kannst Du Dich auf sie verlassen? Schätzt Du Deine Fähigkeit, mit Deiner Stimme kommunizieren, andere Menschen erreichen zu können, wirklich wert? 

Oft ist genau das Gegenteil der Fall. Klienten, die zu uns zum Stimmtraining oder ins Seminar kommen, sagen Sätze wie „Meine Stimme ist einfach furchtbar“, „Meine Stimme macht nie das was ich will“, „Ich habe keine gute Stimme“, „Ich finde es gruselig, wenn ich meine Stimme (auf Aufnahmen) höre“ „Meine Stimme ist viel zu leise/laut/hoch/tief/hauchig/quäkig/… (Deine Antwort)…“.

Warum schämen wir uns für unsere Stimme?!

Erinnert Dich das an etwas? Ich denke sofort an eine andere Situation, nämlich, wenn man Menschen, insbesondere Frauen, über ihr Verhältnis zu ihrem Körper befragt… Der Mechanismus ist derselbe: Wir urteilen und bewerten aufgrund von Annahmen und gefühlten Wahrheiten, ohne rational und konkret über die Sache nachzudenken. Wir nehmen die Wunder der Natur, die unsere Körper (und auch unsere Stimmen!) sind, als viel zu selbstverständlich hin.

Würden wir alle so mit unseren Mitmenschen sprechen, wie wir mit uns selbst in diesem inneren Dialog umspringen, wir hätten uns schon längst gegenseitig die Schädel eingeschlagen. Und vielleicht ist dieses mangelnde Selbst(wert)gefühl auch der Grund für viele Konflikte in Beziehungen. Und zwischen Mächtigen in der Weltpolitik. Okay, das ist ein anderes Thema. Aber das ist der Grund, warum wir mit Menschen, die uns wichtig sind, nett umgehen. Durchaus auch mal Kritik üben, aber nicht verletzende oder beleidigende Dinge zu ihnen sagen. Dass wir diplomatisch sind, unsere Worte auf die Goldwaage legen. Warum tun wir das nicht genauso bei uns selbst, mit unseren Gedanken?! Statt „Ich bin so blöd!“ oder  „War ja klar, dass ich das nicht hinkriege!“ könnten wir uns doch auch mal explizit innerlich loben, wertschätzen, stolz auf uns sein?

Lerne also, Deine Stimme zu lieben. 

Hm, was bedeutet denn „lieben“?

Liebe heißt, jemanden oder etwas nicht nur bei erbrachter Höchstleistung zu mögen. Liebe heißt, jemanden oder etwas nicht nur zu akzeptieren und zu schätzen, wenn er/sie/es einem Schönheits- oder Klangideal entspricht, sondern so wie er/sie/es eben ist.

Seine Stimme zu lieben heißt, sich um sie zu kümmern, sie zu schützen und je stärker wir sie beanspruchen, ihr auch umso mehr Gutes zu tun. Du forderst viel von Deiner Stimme? Dann gönne ihr auch genug Ruhe und viel Flüssigkeit, ausreichend Schlaf, Bewegung und angemessenes Fitnesstraining (Singen oder Sprechtraining), eine gesunde Ernährung. Betrachte sie als wertvolles Kapital, das Deine Aufmerksamkeit braucht, den Starfußballer in der Nationalmannschaft.

Seine Stimme lieben bedeutet auch, sie in ihrer Entwicklung und ihren Lernprozessen wohlwollend und ermutigend zu betrachten. Nicht, sich über Misserfolge oder Fehler zu ärgern und finster dreinblickend aufzugeben. Überprüfe Deine Fehlerkultur: Kannst Du Dir und anderen Fehler verzeihen? 

Und da die Stimme Teil unseres Körpers ist und unser Körper Teil unseres Selbst, unserer Person:
Liebe Dich selbst!
Akzeptiere Dich und Deine Stimme, wie sie ist, laut oder leise, hell oder dunkel. Hilf ihr freundlich, mit Wissen und Übung, Schwächen wo nötig auszugleichen, und feiere ihre Stärken! 

Zu guter Letzt sage ich es mit Sting:

„If you love someone, set them free!“

Befreie Deine Stimme von negativen Vorurteilen, destruktiven Zweifeln und Grenzen, die nicht ihre eigenen sind, sondern die von unbedachten Kritikern.
Befreie sie von allen Barrieren, die von Muskelverspannungen herrühren. (Und frage Dich: Woher kommen die Muskelverspannungen…? Alles ist eins…)
Befreie Deine Gefühle, die Du nicht zeigen willst, weil sie nicht den Konventionen entsprechen und Dich vielleicht verletzlich zeigen.
Vertraue Deiner Stimme, dass sie alles ausdrücken kann, was Du auch wirklich ausdrücken willst.

Noch nicht überzeugt? Dann ist das Dein Song:

 

 

 

 

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