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Kein Schwein ruft mich an… und wenn doch?! – Richtig telefonieren, Teil 1

 In Allgemein, Atemtechnik, Atmung, Business, Innere Haltung, Körperarbeit, Körperhaltung, Kundenservice, Reden, Richtig Reden, Sprache, Stimme allgemein, Telefonieren, Verkaufen, Wortwahl

Richtig telefonieren will gelernt sein!

Viele von Euch haben im Berufsalltag  – oder privat – öfter mal das Telefon am Ohr!

Und vor allem, wenn es um Kundenkontakt oder ein Gespräch mit wichtigen Menschen geht, möchten wir so kompetent und sympathisch wie möglich wirken.

Dafür haben wir am Telefon nur ein einziges Mittel: Unsere Stimme.

Wir möchten interessanten, für den Gesprächspartner wertvollen Inhalt mitteilen; wir können uns gewählt ausdrücken – und dann streikt die Stimme! 
Wir piepsen vor Nervosität oder unser Gesprächspartner fragt ständig nach, weil er nichts versteht: Was tun?!

Heute geben wir auf dem Stimmste?!-Blog Tipps, wie die Stimme am Telefon möglichst lebendig und angenehm klingt!

1. Lächeln und Summen

Ein echtes (!), ernst gemeintes Lächeln wird auch über die Telefonleitung den Zuhörer in seinen Bann ziehen und seine Spiegelneuronen aktivieren: Auch am anderen Ende der Leitung wird die Wahrscheinlichkeit eines Lächelns höher – sogar bei Beschwerden…

Aber: Bitte nicht den ganzen Tag Grimassen ziehen oder „Lächeln“ faken: Das führt zu Frust, Verspannungen und Gesichtsschmerzen und ist dann eventuell sogar schädlich für die Stimme.

Ein paar wohlige „mmmh“s – wie beim Gedanken an den Lieblingsnachtisch kurz vor dem Gespräch stellt die Stimme darauf ein, positive Emotion zu transportieren statt den stressigen Alltag…

2. Haltung und Körpersprache

Ein engagiertes 4-Augen-Gespräch führe ich natürlich in einer aktiven Körperhaltung: Ich sitze oder stehe gerade, meine Gestik und Mimik sind aktiv und unterstützen nicht nur das Gesagte, sondern auch das Sprechen!

In Bewegung, mit dynamischer Bauchspannung und einem guten Grundtonus im gesamten Körper verhindere ich, dass ich wie ein Sack Mehl in meinem Bürostuhl hänge und mein Gesprächspartner hört, wie uninteressant er eigentlich für mich ist.

Ich vermeide aber auch starre Positionen, in denen sich Nacken- und Schultermuskulatur verspannen (besonders bei Nervosität) und auch der Stimmapparat in seiner Funktion beeinträchtigt wird: Die Stimme klingt dann flach und gepresst, die Emotionen gehen verloren, besonders am Telefon.

Also: Auch mal im Stehen telefonieren, vielleicht sogar vor dem Spiegel?!

3. Verstehen Sie mich?

Die Tonübertragung am Telefon ist je nach Verbindungsart okay bis ganz schlecht. Sehr viele der Obertöne, die Nuancen von Vokalen, scharfe Konsonanten oder auch den Tonfall ausmachen, werden gar nicht erst übertragen. Die Gefahr, am Telefon nicht verstanden zu werden, ist deswegen viel größer als von Mensch zu Mensch, vor allem, da unser Gesprächspartner unseren Mund nicht sehen kann, um eventuelle Lücken im Gehörten durch die visuelle Wahrnehmung auszugleichen.

Darum gilt: Deutlich artikulieren! Vor einem Telefonat kann es nicht schaden, die Gesichtsmuskeln mal zu aktivieren, Grimassen zu schneiden, Vokale superdeutlich ausgeformt zu sprechen. Und der gute alte Korken schadet natürlich nie…

4. Trinken…

…natürlich keinen Alkohol (der macht die Aussprache noch undeutlicher) und lieber nicht zuviel Kaffee. Beide Getränke trocknen die Schleimhäute aus und das wiederum verursacht ein Trockenheitsgefühl und oft auch einen Räusperimpuls. Lieber viel stilles Wasser oder Fruchtschorlen zu sich nehmen. Das hält die Kehle feucht und vermindert Schmatzgeräusche beim Sprechen – und gleichzeitig senkt es das Erkältungsrisiko!

… und Pausen machen. Den Hals durch herzhaftes Gähnen und Räkeln entspannen, ein Bonbon lutschen und sich selbst zu den vergangenen tollen Gesprächen gratulieren…

Und wenn ich vom Telefonieren immer heiser werde?! … dazu mehr im nächsten Artikel!

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