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Souverän und stimmfit im Online-Meeting – so geht’s!

 In Allgemein, Kommunikation, Körperhaltung, Kundenservice, online, Reden, Richtig Reden, Sprache, Stimme allgemein, Stimmhygiene, Stimmpflege, Telefonieren, Verkaufen, Vortrag, Vortragen

Die Krise hat uns alle fest im Griff, und für viele von uns bedeutet sie eine Umstellung unseres Arbeits- und Kommunikationsalltags, die vermutlich noch eine Weile so bleiben wird: Home Office oder Arbeit im Einzelbüro, alles auf Abstand und: sehr viel über digitale Wege.

Dein Arbeitsalltag: Teambesprechungen, Konferenzen, Gespräche mit Klienten, Mitarbeitern. Sogar Bewerbungsgespräche, Unterricht und Vorträge, sogar Tanzstunden und Chorproben finden im Moment über Plattformen wie Zoom und Skype statt.

Das funktioniert in vielen Bereichen sehr gut und effektiv – eine echte Alternative. 

Aber die Kommunikation über den Bildschirm fühlt sich oft anstrengender an, fordert Konzentration und Stimme. Am Ende des Tages sind wir oft ausgepowerter als an normalen Arbeitstagen, an denen wir Kollegen und Kunden von Angesicht zu Angesicht gesehen haben… 

Mal wieder sind wir mitten drin in einem Lernprozess und außerhalb unserer Komfortzone, ob wir wollen oder nicht. 

Und mal wieder gibt es die übliche Wahl: Sich weigern und zurückziehen, den Kopf in den Sand stecken und warten bis es vorbei ist (aber wann ist das?) oder die Herausforderung annehmen, sich verändern, anpassen, lernen und mit einer neuen Arbeitsrealität klarkommen.

Für das Kopf-in-den-Sand-stecken gibt es genügend hilfreiche Angebote bei Netflix und Konsorten. Wir möchten Euch heute mit einem wichtigen Aspekt dieser Online-Kommunikation weiterhelfen, damit Ihr an dieser Herausforderung lernen und wachsen könnt: Eurer Stimme, natürlich!

Denn ein paar kleine Veränderungen können schon bedeuten, dass Ihr Eure Stimme effektiver und schonender in Meetings auf Skype oder Zoom einsetzt – mit maximaler Ausdruckskraft und Klangfülle.

Viele von diesen Tips sind natürlich auch offline gültig – aber online können sie das Zünglein an der Waage sein, wenn es um Deine Souveränität und Wirkung geht!
Los geht’s!

1. Bereite Dich vor.

Tatsächlich ist die Vorbereitung das Wichtigste, vor allem, solange Du diese Art der Kommunikation noch nicht gewöhnt bist. 

Alle Unterlagen und etwas zu Schreiben liegen bereit, ein Glas Wasser und je nach Dauer  des Meetings ein Snack wie Nüsse etc. ebenso. Am besten auch noch mal vorher zur Toilette, dann bist Du gerüstet für ein entspanntes, konzentriertes Meeting. 

Extra-Tipp 1: wenn Du viel am Bildschirm sein musst, um Dinge nachzusehen oder einzugeben: Vielleicht macht es Sinn, dem Meeting über Dein Smartphone beizutreten, damit Du die Teilnehmer trotzdem sehen kannst, solange Du andere Fenster auf Deinem Monitor geöffnet haben musst. 

Extra-Tipp 2: Checke vor dem ersten Meeting, wie Dein Hintergrund, Deine Kleidung und Deine Lichtverhältnisse auf dem Bildschirm wirken. Achte auf eine ruhige, helle Umgebung und freundliche Farben Deiner Kleidung. Sitze nie mit dem Rücken zum Fenster, denn durch das Gegenlicht sieht man nur einen dunklen Umriss, wo eigentlich Dein ausdrucksstarkes Gesicht sein sollte…

2. Achte auf Deine Körperhaltung.

Die Art, wie Du sitzt, beeinträchtigt möglicherweise Deine Atmung und auch die Zugänglichkeit der Resonanzräume. Achte darauf, dass Dein Becken aufgerichtet ist, wenn Du sitzt. Ein Stehpult ist eine wirkliche Alternative, vor allem, wenn Du mehrere Sitzungen hast und mal den Platz wechseln kannst. Richte Deine Wirbelsäule auf, entspanne den Bauch und lasse den Atem frei fließen. Achte umso mehr auf bequeme Kleidung (aber lieber keine Jogginghose, auch wenn man nur Deinen Oberkörper sieht…).

3. Trinke viel Wasser.

Halte Deine Schleimhäute feucht und Deine Konzentration aufrecht, indem Du ausreichend Wasser und über den Tag verteilt auch Kalorien zu Dir nimmst. 

Wenn Du bei sehr langen Konferenzen zwischendurch etwas knabbern musst, achte darauf, dass Dein Mikro ausgestellt ist – niemand will Dein Schmatzen und das Krachen des Knäckebrots hören…

 

4. Pausen!

An einem Tag voller Online-Meetings: Plane bewusst und diszipliniert Bildschirm-Pausen ein. Bewege Dich, geh raus oder mach Dehnübungen oder Office-Yoga am offenen Fenster, damit Dein Körper wieder auf Touren kommt. Schaue wenn irgend möglich in die Ferne, damit Deine Augen sich entspannen können!

Wenn Du innerhalb eines Meetings gerade nicht sprechen musst, nutze diese Pause bewusst um zu trinken, tief zu atmen und gegebenenfalls bei ausgeschaltetem Mikro ein bisschen zu summen und Deinen Eigenton wieder zu finden.

 

5. Ohren auf – wie laut bin ich eigentlich?

Oft reden wir schon viel lauter, wenn wir den anderen schlecht verstehen. Das kann auf Dauer dann echt anstrengend für Deine Stimme sein. 

Überprüfe, ob Du mit einem Kopfhörer leichter zuhören kannst, oder stelle den Computeraudio lauter. Beachte aber: Mit Kopfhörern hörst Du Dich selbst schlechter (je nach Kopfhörer). Das kann auch dazu führen, dass Du unwillkürlich mit mehr Druck sprichst und Deine Stimme dadurch überanstrengst.

6. Aufwärmen für Stimmpräsenz

Auch wenn die Audioqualität in vielen Programmen schon toll ist – ein bisschen was geht immer verloren. Perfekt, wenn Du das mit einer melodiösen, dynamisch aktiven Stimme ausgleichen kannst! Schon Gleittöne und „Kausummen“ unter der Dusche, das Mitsingen von Deinen Lieblingsliedern am Morgen oder „walisch sprechen“ mit den Kindern am Frühstückstisch bereitet Deine Stimme darauf vor, möglichst viele Klangfacetten abrufbar zu machen und sie auch im Meeting einzusetzen!  

 

Astrid hat Euch übrigens ein tolles Video zum Thema „Souveräne Wirkung in der Online-Arbeit“ gemacht! Wenn Du das kostenlose Video anschauen möchtest, trag Dich doch hier ein (auch wenn Du schon auf unserer Liste stehst), dann bekommst Du es sofort zugeschickt.

So, jetzt wünschen wir Euch viel Erfolg und Spaß bei den nächsten Zoom-Calls und einen möglichst entspannten, produktiven Arbeitsalltag!

 

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