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Trainiere ohne Trainer – aber richtig.

 In Sonstiges

Immer wieder begegnen uns Menschen, die noch mit der Überzeugung durch die Welt gehen, dass Ihre Stimme „gottgegeben“ und „unveränderbar“ ist. Dabei sind Stimmen durchaus für Veränderung offen und das über verschiedene Kanäle.

Wenn Ihr unseren Ansatz kennt, dann wisst Ihr, dass wir großen Wert auf eine ganzheitliche Betrachtung legen. Zur Stimme gehört die Persönlichkeit, die innere Haltung, unsere Denkweisen und Überzeugungen genauso wie unsere Körperhaltung und – sprache, unsere Aussprache, Atmung und unsere Resonanz bzw. unsere (tatsächlich „gegebene“) Anatomie.

Nicht immer braucht es einen Trainer oder Coach, um Veränderung einzuleiten und die Stimme zu trainieren. Was es allerdings zwingend braucht ist…

BEWUSSTSEIN

Alles was ich selbst nicht bemerke oder wahrnehmen kann, ist nur sehr schwer — wenn überhaupt — veränderbar.

Beobachte also die verschiedenen Parameter, die mit der Stimme in engem Zusammenhang stehen: Körperhaltung und -sprache inklusive Muskel(ver)spannungen, Atmung, Artikulation und Betonungen, innere Haltung (Denkweisen, Mindset, Emotionen) und natürlich den Stimmklang.

Wie stehst oder sitzt Du in der verschiedenen Sprechsituationen? An welchen Stellen hast Du Verspannungen? Was machen Deine Arme und Hände beim Sprechen? Wie reagiert Dein Körper auf stressige, aufregende usw. Situationen?

Wo fühlst Du Deine Atmung? Wann atmest Du durch den Mund und wann durch die Nase? Ist Dein Bauch locker oder angespannt? Und in welchen Situationen spannt er sich vielleicht unbemerkt von selbst an? Ist die Ausatmung länger als die Einatmung? Wann atmest Du, wenn Du sprichst?

Ist der Kiefer fest oder locker? Machst Du den Mund auf beim Sprechen oder sind die Zähne eher zusammen? Welche Werkzeuge brauchst Du für das Formen von Lauten? Verschluckst Du Endungen oder sprichst Du deutlich?

Was machen die verschiedenen Emotionen mit Deinem Stimmklang? Ist Deine Stimme eher klar, heiser, knarrend, laut, leise…? Ist die Stimme zu jeder Tageszeit und Situation gleich oder inwiefern verändert sie sich? Was kann Deine Stimme alles?

Was denkst Du über Deine Stimme und über die verschiedenen Sprechsituationen, die Du hast? Willst Du gehört werden? Magst Du Deinen Stimmklang? Bist Du Dir über Deine Sprechabsicht in der Regel bewusst – zu wem Du warum und mit welchem Ziel sprichst?

Und so weiter geht der Fragenkatalog 🙂 Wie Du merkst, eine Menge zu beobachten und wahrzunehmen.

Kleiner Tipp: Mit einer Aufnahme von Dir und Deiner Stimme – Audio oder noch besser Video – kannst Du Deinen Forscherauftrag wunderbar unterstützen.

Von da aus kannst Du mit Deinem neuen Bewusstsein Unterschiede schaffen, neue Gewohnheiten etablieren, passende Übungen finden usw. Mehr dazu kannst Du auch in diesem Artikel noch einmal nachlesen: Wie Du ohne Trainer Deine Stimme verändern kannst 

Wenn Du ohne persönlichen Kontakt zu einem Stimmtrainer weiter an Deiner Stimme arbeiten möchtest – beispielsweise mit einem Online-Training, solltest Du ein paar Dinge beachten:

  1. Setze Dir konkrete Ziele – auch wenn Dir das vielleicht mühsam erscheint und sicherlich auch nicht immer leicht zu formulieren ist, schreibe wirklich genau auf, was Du Dir von dem Training erhoffst. Was genau möchtest Du mit dem Stimmtraining erreichen? Wenn das Training erfolgreich war, woran merkst Du es? … Mehr zum Thema Ziele, findest Du hier.
  2. Finde Deine Motivation: Was treibt Dich an, den inneren Schweinehund zu überwinden und doch noch nach Feierabend die Trainingseinheit zu absolvieren? Welche Belohnung steht am Ende des Trainings?
  3. Lege einen Zeitraum fest: Trage das Training – auch wenn es online und flexibel ist – in Deinen Kalender ein. Feste Zeiten helfen den inneren Schweinehund zu besiegen…
  4. Suche Dir, wenn möglich, einen „Stimmbuddy„. Echtes und direktes Feedback ist sehr wertvoll und kann Dir noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive – vor allem einer neutralen, Innerer-Kritiker-freien-Perspektive, neue Ideen und neues Bewusstsein verschaffen.
  5. Reflektiere regelmäßig: In guten Online-Trainings wirst Du sowieso nach Reflexion gefragt. Mache diese Aufgaben unbedingt und schaue immer wieder auf Deine Ziele und messbare Erfolge. Bist Du noch auf Deinem Weg? Was hast Du bereits verändert/etabliert im Alltag? Was funktioniert bisher nur in der Übung? An welchen Stellen brauchst Du vielleicht noch mal von anderer Seite Feedback oder Input? …
  6. Hole Dir Hilfe von einem Experten, wenn Du nicht weiter kommst. Manchmal braucht es doch ein erfahrenes Ohr, um an der richtigen „Schraube“ zu drehen. Frage außerdem einen Experten, wenn Du merkst, dass Du Deine Stimme mehr belastest als sonst, die Stimme schneller müde wird, die Stimme nach den Übungen anhaltend müde oder angestrengt ist usw.
  7. Lobe Dich selbst. Vergiss bei all der Reflexion und dem Bewusstsein für die Stimme und der disziplinierten Arbeit mit dem Online-Training oder Buch nicht, Dich selbst zu loben und Dir für Deine Mühe auf die Schulter zu klopfen. Lob ist die beste Motivation!

Ansonsten kannst Du beim Erforschen Deiner Stimme nicht viel falsch machen. Hab Spaß dabei und bleibe neugierig. Wir sind gespannt von Deinen Erfolgen und Erfahrungen zu hören! 

 

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