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Souverän trotz Nervosität

 In Atmung, Business, Innere Haltung, Körperhaltung, Körpersprache, Präsentieren, Reden, Sonstiges, Vortrag

FAQs: Was tun, wenn meine Stimme weg bricht, weil ich nervös bin?

Viele Menschen kennen das: Vor einem Vortrag, einem entscheidenden Gespräch, einem Vorstellungsgespräch oder einer Prüfung wächst die Nervosität. Gerade in diesen Situationen möchtest Du gerne souverän und kompetent auftreten. Was tun, wenn die Stimme dann nicht mehr macht, was Du willst? Sie bricht weg oder verrät durch ein Zittern Deine Aufregung.

Schauen wir uns zunächst einmal an, was genau da passiert:

Angst und Nervosität wirken sich auf Deine Körperhaltung aus

Angst aktiviert unsere Beugemuskulatur: Der Kopf senkt sich, die Schultern ziehen nach vorne, die Fußspitzen sind einwärts gedreht. Wir schützen so alle unseren empfindlichen Körperteile und sind in einer der statisch stabilsten Formen – der Kugel.
Für unsere Stimme und unsere innere Haltung ist es allerdings ganz und gar nicht die sinnvollste Haltung. Wir verkleinern unsere Resonanzräume, das heißt der Ton kann sich nicht optimal vervielfältigen und unsere Stimme wird weniger tragfähig. Um das zu kompensieren fangen wir an mit Druck mehr Lautstärke aufzubauen, verspannen im Nacken-/Schulter-/Kehlkopfbereich und behindern so eine entspannte Stimmgebung. Die Überspannung der an der Stimmgebung beteiligten Muskulatur kann das „Wegbrechen“ der Stimme verursachen.

Atmen nicht vergessen

Eine weitere unbewusste Reaktion auf „Gefahr“, ist das Anspannen der Bauchmuskulatur. Dadurch wird das Zwerchfell – unser Haupteinatemmuskel – in seiner Funktion eingeschränkt und wir bekommen weniger Luft. Da zum Sprechen unsere Stimmbänder durch die Ausatemluft in Schwingung versetzt werden müssen, ist durch die Anspannung auch unsere Stimmgebung beeinträchtigt.

Emotion spiegelt sich unmittelbar in der Stimme

Jede Emotion wird unmittelbar und unbewusst in unseren Stimmklang und in unsere Sprechweise transportiert. Lautstärke, Modulation, Tempo… – alle Parameter werden durch die Emotion „infiltriert“. So auch Aufregung und Angst: Wir erhöhen unser Sprechtempo und Modulieren weniger, machen keine Sprechpausen – in denen wir beispielsweise atmen könnten. Wir überziehen die sogenannten „Atembögen“ und atmen erst, wenn es überhaupt nicht mehr anders geht. Dadurch lösen wir ebenfalls wieder Verspannungen aus und beeinflussen die Stimmgebung negativ. Die Stimme kann nicht entspannt funktionieren, hat nicht ausreichend Treibstoff (Luft) und die Wahrscheinlichkeit, dass die Stimme weg bricht  erhöht sich deutlich.

Souverän präsentieren, authentisch wirken

So bleibt Deine Stimme sicher und tragfähig:

Schaffe Bewusstsein

Das wichtigste und effektivste Hilfsmittel ist Dein Bewusstsein. Sei Dir bewusst, wie Dein Körper auf die Nervosität und den Stress reagiert. Dann kannst Du gezielt eingreifen und die unbewusst provozierten körperlichen Reaktionen beeinflussen.

Atme

Lasse den Bauch bewusst locker, damit Deine Atmung voll funktionsfähig bleibt und somit auch Dein Stimmklang entspannt entstehen kann. Eine zu enge Hose, den Bauch einziehen, weil es eben schicker aussieht, sind übrigens ebenfalls nicht hilfreich, um in stressigen Situationen bei Stimme zu bleiben. 

Use your body

Nutze Deine Körperhaltung und Deine Mimik und Gestik, um Dir selbst und Deinem Publikum das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Eine klare Mimik und eine Raum-einnehmende Gestik können das zusammen mit einer aufrechten Körperhaltung erreichen – sowohl in Deinem Kopf als auch in den Köpfen Deiner Zuhörer. Eine aufrechte Körperhaltung und entspannte Bewegungen sorgen gleichzeitig auch für eine optimale Ausgangsposition für Deinen Stimmapparat, Deine Resonanzräume und Deine Atmung, wodurch einem entspannten, verlässlichen Stimmklang nichts mehr im Wege steht.

Bleib gelassen

Selbst wenn noch eine leichte Nervosität in Deiner Stimme hörbar ist – halb so wild. Die meisten Menschen im Publikum kennen das Gefühl auf der Bühne zu stehen und möchten nicht mit Dir tauschen. Konzentriere Dich auf Deinen Inhalt, die Botschaft und das Gefühl, das Du vermitteln möchtest. Hab Spaß und nimm die Nervosität als Energie- und Fokussierungsbooster an. Sie hilft Dir schließlich wach, aufmerksam und konzentriert Deinen Vortrag zu halten.
Sobald Du ihr zu viel Aufmerksamkeit schenkst, wird sie sich verstärken und Du verlierst die Kontrolle über Deinen Körper, Deine Stimme und Deine Wirkung auf das Publikum. Also, relax und freue Dich über die Gelegenheit Deine Inhalte mit den Menschen im Raum zu teilen.

 

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