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Von Hemmungen, Deiner Stimme und warum der Säbelzahntiger fast verhungert wäre

 In Allgemein, Innere Haltung, Selbstbestimmung, Selbstbewusstsein, Sonstiges

ICH KANN DAS NICHT

Das brauche ich gar nicht erst versuchen, dafür bin ich gar nicht ausgebildet.
Das kann ich gar nicht, habe ich noch nie gemacht. Meine Stimme ist, wie sie ist, mit der muss ich halt leben.

Sagst Du auch manchmal ähnliche Sätze?

Und wenn ja, hast Du schon mal darüber nachgedacht, warum Du das tust?
Warum sind wir in vielen Situationen so gehemmt, ängstlich oder warum finden wir uns mit doch so unbequemen Situationen so viel einfacher ab, als einfach mal die Komfortzone zu verlassen und etwas Neues zu probieren?
Warum fällt es uns so schwer, Hilfe zu suchen, wenn wir ein Problem nicht alleine lösen können?

 

GEWOHNHEITSTIERE, NEOPHILE UND SÄBELZAHNTIGER

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das, was uns bekannt ist, fürchten wir weniger als alles andere. – Auch wenn alles andere viel besser sein kann. Nur ein ganz kleiner Teil der Menschen mag es, Neues auszuprobieren, etwas Besseres zu suchen, Routine zu vermeiden. Das ist der Teil der Menschheit, der damals vom Säbelzahntiger gefressen wurde. Heute nennen wir sie Neophile. Aber zumindest wussten die anderen Menschen nun, die in ihrer Komforthöhle blieben, dass Säbelzahntiger Menschen fressen. Diese Erkenntnis war also nicht vergebens.
Oder eine neue Aufgabe, die uns entgegen der eigenen Erwartungen am Ende doch mehr gefordert oder überfordert hat. Worauf im schlimmsten Fall noch eine Kritik folgte. Das fehlende Bewusstsein darüber, dass unsere Stimme veränderbar ist. (Wie fast alles, was uns umgibt.) Denn Deine Stimme ist auch das Resultat Deiner vergangenen Erfahrungen. Als Vierjährige*r war es Dir piepegal, wie sie klingt, wenn Du „Häppie Börsdei, liebe Mama“ vom Sofa gekrächzt hast.

Erst als man Dir sagte: Mach das nicht so, sondern anders, das macht man aber nicht, Du bist so laut, muss das sein?
Du kannst ja gar nicht singen…“, haben die Selbstzweifel begonnen und Deine Stimme wurde – unter anderem – zu dem, was sie heute ist. Das ist aber nicht die Stimme, die ursprünglich einmal in Dir steckte.

Um Hilfe zu bitten, ist kein Zeichen von Unwissen oder Schwäche, sondern eine soziale Kompetenz gepaart mit dem Bewusstsein,
dass wir uns außerhalb des eigenen Kompetenzbereichs befinden und es Stärke bedarf, dies zu erkennen und jemanden um Abhilfe zu bitten.

 

GAU

Was wäre der größte anzunehmende Unfall, wenn Du trotz dieser Hemmung über Deinen Schatten springst und es diesmal anders machst?
Bei einem Bewerbungsgespräch könntest Du nochmals abgelehnt werden. Ja, schön ist das nicht. Die Wahrscheinlichkeit sinkt aber bei jedem Versuch. Denn ob Du willst oder nicht, wirst Du Erkenntnisse aus jedem Gespräch ziehen, die Du beim nächsten Mal positiv nutzen kannst. Bis es klappt. Und es wird klappen. Bei einer neuen Aufgabe könntest Du vielleicht nochmals Deine Vorgaben nicht voll erfüllen. Das ist vielleicht unangenehm, aber nicht tödlich. Außer Du bist Mafiaboss*in. 😀 Auch hier lernst Du daraus und nimmst wieder ein Päckchen Skills mit. Bei einer Beratung zum Stimmtraining könntest Du erfahren, dass Deine Stimmstörung organische Ursachen hat. Das ist aber sehr, sehr selten.
Wahrscheinlicher ist es, dass Astrid & Eva die Selbstsicherheit der/des Vierjährigen herauskitzeln und dabei Deine ungehemmte, wunderbare Stimme wieder finden.

 

KONKLUSION

Die Neophilen sind nicht ausgestorben. Trotz dessen, dass der Säbelzahntiger viele erwischt hat, gab es andere, die die Gewohnheitstiere zur Veränderung motiviert haben.
Die Gewohnheitstiere haben das nicht bereut. Sie hatten Angst, waren gehemmt, haben es aber geschafft und wurden dabei glücklich. Aus Hemmungen entstehen Leiden. Wer will schon leiden, nur weil es ein altbekanntes Gefühl ist? Glück sollte unser altbekanntes Gefühl werden. Glücklich sein über einen neuen spannenden Job, in dem es einfach nicht langweilig wird. Glücklich sein über eine neue Aufgabe, die unseren Verstand und unsere Kreativität stimuliert, obwohl wir das vielleicht gar nicht erwartet haben. Glücklich sein darüber, dass wir unsere Stimme kontrollieren, mit ihr spielen und sie ausdrückt, was wir möchten. Wenn Glück das altbekannte Gefühl wird, dürfen alle Menschen Gewohnheitstiere werden.

Deine Natascha


Weißt Du wo Deine Komfortzone endet?
Was hemmt Dich sie zu verlassen?
Oder riskierst Du die Flucht vor dem Säbelzahntiger auf der Suche nach Glück?

 

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